One weekend in Bavaria

English
I have not been visiting my parents and my old hometown in a year since i have moved to Berlin.
Belli’s dad turned 50 so we decided to fly to Munich, shuttle to Regensburg and visit as many people as possible in two days.
Oh, yeah, and eat and drink as much as possible in two days as well.
Deutsch
Ich lebe jetzt seit über einem Jahr in Berlin und seit ziemlich genau 12 Monaten war ich nicht mehr in meiner alten Heimat. Der 50. Geburtstag von Bellis Dad stand vor der Tür und da durften wir natürlich nicht fehlen. Wir hatten einen straff durchstrukturierten Zwei-Tages-Plan, möglichst viele Freunde zu treffen, möglichst viel bayrisches Essen zu essen und die eine oder andere Weißweinschorle zu trinken.

Day 1 – at my parents
My family lives in a small village near Regensburg. A week before my Mum had asked me what i would have liked for lunch. Beef Roulade it was.
I had two Roulades and three dumplings. Though I thought I could not move anymore we went for a walk. Nature at my parents’ village is incredible and you literally can breath it.
We had beef and pork loaf, potato salad and pretzels for dinner and I reached the “not able to move” status again.
Tag 1 – Bei meinen Eltern
Nachdem uns der Airport Shuttle von München zu meiner kleinen Schwester nach Regensburg gebracht hatte, fuhren wir von dort aus weiter in das Dorf, wo ich aufgewachsen bin und wo meine Eltern leben. Die herzliche Begrüßung, Umarmungen und das von mir schon vor einer Woche bei meiner Mama bestellte Mittagessen erinnerten mich schlagartig wieder daran, was ich hier für eine Bilderbuch-Kindheit haben durfte.
Zwei Rinder-Rouladen, drei Semmelknödel und einen halben Nusszopf später war ich mir sicher, nie wieder etwas essen zu können. Da essen aber ganz klarer Bestandteil des Zwei-Tages-Plans war und ich seit über einem Jahr keine Natur mehr gesehen hatte, wollte ich spazieren gehen, um die Trägheit abzuschütteln, die mich nach dem Essen überrollt hatte. Wenn man mir vor zehn Jahren gesagt hätte, dass ein dreistündiger Spaziergang mit meinen Eltern mir mal mehr Spaß machen würde als Playstation zocken, hätte ich mir wohl einen Vogel gezeigt, den Dreadlock Kopf geschüttelt und Will Haven bis zum Anschlag aufgedreht.
Natur. Luft. Atmen. Steine am See pflitschen. Eine Dampflock. Boah!
Dass die Photos so aussehen, als hätten wir jemanden bezahlt, der das pure Familienglück festhalten soll, liegt an meiner Schwester, die das irgendwie Nebenberuflich macht.

Night 1 – Regensburg nightlife
Leaving my parents’ house we went straight to my old hometown Regensburg. I spent five years of my life there and some of my very best friends still live in this city which the Romans built about 2000 years ago.
Arriving, hugging, playing the night’s first drinking game “Ring”.
Tablesoccer at a biker bar, more hugging, more drinking, jukebox, nirvana.
Scala club, guestlist, arguing, agreeing, drinking in harmony.
Hunger for more, curfew, illegal fries and burger at Wuersteltoni’s.
Damn, how i missed this town.
Nacht 1 – Regensburger Nachtleben
Von meinen Eltern aus fuhren wir direkt nach Regensburg, checkten im Hotel ein und nahmen ein Taxi Richtung Innenstadt.
Belli fuhr zu einer alten Freundin und ich direkt zu einem meiner besten Freunde, bei dem sich das restliche A-Team des Abends bereits warm trank. Es war, als wäre ich nie weg gewesen. Karten auf den Tisch: Ring.
Ring ist ein Spiel bei dem es nur Gewinner gibt. Man muss umgedrehte Karten aus einem Kreis ziehen und jede Karte hat eine andere Bedeutung und Mitspieler dürfen eigene Regeln aufstellen.
Nach zehn Minuten durften wir uns nicht mehr duzen, das Wort “Ich” war verboten und wir wussten Dinge voneinander, die es wegzutrinken galt. Ich habe Tränen gelacht.
Vom Ring aus ging es weiter in eine unserer alten Stammkneipen, wo ein Bier und ein Schnaps als Menü unter 3 Euro kosten und der Kicker nicht hängt. Die Jukebox spielte Nirvana, Refused und Bon Jovie. Wir blieben bis der Laden dicht machte.
Da Regensburg sehr klein ist liegt direkt neben der Kneipe mein alter Lieblingsclub Scala. Also rüber, den Besitzer begrüßen, umsonst rein kommen und an die Bar. Trinken, kurz streiten, lange vertragen, viel vertragen. Alles.
Leider gibt es in Regensburg eine Sperrstunde.
Um Vier Uhr geht das Licht an und man muss gehen. In Berlin gehen wir selten vor Drei Uhr aus dem Haus und die Nacht endet wenn man sich selbst dazu entscheidet. Wir weigerten uns, dass die Nacht schon zu Ende sein sollte und machten uns auf den Weg zur letzten Bastion der Hungrigen und Durstigen: Auf zum Würstltoni. Der Würstltoni ist eine kleine Bude am Domplatz in Regensburg und darf ab Fünf Uhr morgens Knacker Semmeln, Pommes und Schmiedelburger verkaufen. Es war halb Fünf und die etwa 75 jährige Verkäuferin gab mir meine “Rengschburger Semml mid Oim” mit den Worten “Doust leise essen. Geht’s dou hinte. Mia deafa no niad aaf ham”.
Was für eine Nacht, was für Freunde!

Day 2 – Half-century birthday bash
I am very smart and experienced in drinking. That is why i booked our room with late check out.
We spent our day until 2 pm in the hotel and drove to Belli’s parents afterwards.
I chilled on the world’s most comfortable couch and watched Bundesliga with Belli’s dad, In the evening we drove to the family-birthday party.
I am sorry for having not more pictures of that great evening. The food was epic, the jokes classic and i love Belli’s whole family.
Tag 2 – ein halbes Jahrhundert Günther
Da ich mitdenke und in Sachen feiern auf jahrelange Erfahrung zurückblicken kann, habe ich unser Hotel mit Late-Checkout gebucht. Winning. Um 2 fuhren wir dann zu Bellis Eltern, die die bequemste Couch der Welt besitzen. Liegen, Bundesliga kucken, großartig. Am Abend ging es dann wieder rund. Für den 50. von Bellis Dad Günthi war ein kleiner Saal gemietet und die komplette Familie war da. Essen perfekt, Bier lokal und süffig, Stimmung großartig, Schnaps selbstgebrannt.
Ich habe übrigens alle Kalorien, die ich an diesen zwei Tagen zu mir genommen hatte, beim “Astronaut spielen” mit der kleinen Mila wieder verbrannt.
Leider habe ich nicht mehr Photos von dem Abend.

English
This was one of the best weekends in my life. Thank you to everyone being part.
Sry to everyone we could not meet. See you soon!

Deutsch
Boah, war das großartig. Danke an alle. Sry, dass wir nicht jeden treffen konnten. Bis bald!

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